"Arbeitsplan" für Jungpferde??

Allgemeine Ausbildung - was nicht unterzuordnen ist

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"Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Penny » Do 29. Jul 2010, 19:43

Ich komm grade aus dem Stall...

Hab mir eben überlegt, ob ich mir wie so ne Art Arbeitsplanung Wochen- bzw. Tagesplan für Negra erstelle...

Hat das zufällig einer von euch auch gemacht?

Ab und zu habe ich einfach das Gefühl, ich mache zu wenig mit der Kleinen - also unterfordere sie quasi - und drehe mich im Kreis.

Beispiel:

Wenn ich mir vornehme mit Negra spazieren zu gehen. Vorher wird ja immer geputzt und Hufe sauber gemacht. Wenn sie dann beim putzen rumhampelt und mir die Hufe nicht "sauber" gibt und nur Käse im Kopf hat, dann komme ich wieder von meinem Vorhaben ab, übe lieber hinstehen und brav alle 4 Hufe aufheben und lass es für den Tag auch gut sein, weil sie hat ja dann wieder was gelernt bzw. Abläufe wiederholt und ich war konsequent.

Aber das was ich dann eigentlich mit ihr unternehmen wollte, verwerfe ich wieder.

Geht oder ging es zufällig noch jemandem so??

Grüßle
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon St. Lucia » Do 29. Jul 2010, 20:27

Genau so halte ich es für richtig. Sich nur stur an einen Plan zu halten, finde ich auch nicht so toll!

Da ist es doch für das Pferd viel besser, wenn gezielt nach seiner Tagesform gearbeitet wird!

Ich habe mir niemals Pläne erstellt. Da spielen doch noch viele andere Faktoren wie Wetter, ist die Reithalle oder der Roundpen besetzt usw. mit.

Ich würde nur darauf achten, dass viel Abwechslung geboten wird! Ich gehe z.B. auch viel mit den Jungpferden spazieren - allerdings ausschließlich in Begleitung eines anderen, erfahrenen Pferdes, welches natürlich auch geritten werden kann, mache viel Longenarbeit, Bodenarbeit usw. Junge Pferde reite ich eigentlich nie mehr als 3 - 4 mal die Woche!

Gruß

Christine
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Mimmino » Do 29. Jul 2010, 21:09

Du könntest dir ja realistische Ziele für eine Woche/Monat setzen. Dann müstest du nicht nach Plan arbeiten und behältst dir Freiheiten, so wie du es oben beschrieben hast, bei!
Trotzdem hast du eine Art Vorgabe für jede Woche/Monat, worauf du dich stützen kannst.

LG, Mimmino
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Petra » Fr 30. Jul 2010, 07:24

Hallo,
ich habe bei Luna und Romi am Anfang Tagebuch geführt, aufgeschrieben was ich gemacht habe und ganz besonders wenn etwas geklappt hat oder nicht. Es ist schön dann nach einiger Zeit zu sehen, dass sich manche Probleme von selbst erledigen oder zu sehen was vor 3 Monaten noch ein Problem war und was jetzt selbstverständlich ist. Schön ist auch jetzt, man kann nochmal nachschauen, wie man gearbeitet hat, was man gemacht hat, ich hab auch immer notiert, wenn gesundheitlich irgendwelche Probleme bestanden haben, man konnte dann immer gut Rückschlüsse ziehen.
Man bekommt so ein Ausbildungstagebuch z.B. bei den Dressurstudien, nur so als Tipp.

Auch war schön zu sehen, was hab ich denn alles schon gemacht, was könnte ich mal wieder machen, oder was hab ich schon zu oft gemacht!

Leider, naja wie das so ist, hab ich das in den letzten Jahren nicht mehr so gemacht, wir führen zwar Kalender, wer geritten ist oder ZL gemacht hat, etc. aber nur noch Stichworte und selbst das "motiviert" zu sehen, dass der Kalender schön gefüllt ist, kaum Lücken da sind und man abwechslungsvoll arbeitet. Ich habe zwei RB´s und so hat jeder den Überblick, was hat welches Pferd schon gemacht diese Woche und was könnte man mal zur "Abwechslung" machen.

Also ab in den Schreibwarenladen und kauf Dir nen Notizblock! VIEL SPAß!
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Penny » Fr 30. Jul 2010, 07:48

St. Lucia hat geschrieben:Ich gehe z.B. auch viel mit den Jungpferden spazieren - allerdings ausschließlich in Begleitung eines anderen, erfahrenen Pferdes, welches natürlich auch geritten werden kann, mache viel Longenarbeit, Bodenarbeit usw. Junge Pferde reite ich eigentlich nie mehr als 3 - 4 mal die Woche!


Ja, das ist natürlich auch oft der Fall. Kleine Runden gehe ich mit Negra alleine, also in nem Radius um 500 m um den Stall rum. Alles was weiter weg geht mache ich mit ihrem "Kumpelpferd".

Wenn ich auf den Platz möchte oder in die Roundpen-Halle, dann brauche ich ein Begleitpferd. Negra wird super nervös, wenn sie da dann "eingesperrt" alleine steht. Es reicht, wenn das Pferd einfach nur mitgeht und dann wartet, bis wir unser 15 Minuten Programm abgearbeitet haben. Ich möchte nciht, dass sie den Platz oder die Halle als etwas negatives betrachtet.

Tja und wie´s so ist, kann ich nicht verlangen, dass immer irgendwer sich für mich bzw. für uns die Zeit nimmt und mitgeht.

Einfach so auf den Platz maschieren (z.B. zum Führtraining) möchte ich dann auch nicht. Wenn die anderen mit ihren Pferden arbeiten, dann empfindet das Negra z.B. wenn die anderen galoppieren (und es nimmt schon jeder Rücksicht auf uns - ehrlich) als Spiel und will fröhlich mit laufen und hüpft wie ein Gummiball neben mir rum. "Ui, der läuft - ich lauf dann mal mit!!!" Damit söre ich dann die Abläufe...

Wahrscheinlich sehe ich das alles viel zu eng und sollte mich selber mal etwas entspannen und Dinge einfach auf mich zukommen lassen und dann im Moment, wenn was ist reagieren, als das ich im Vorfeld schon immer alles "abschotte" und der Kleinen um sie vor allem "Negativen" zu schützen die Möglichkeiten nehme sich auf bestimmte Situationen einzustellen...

Deswegen eben die Überlegung mir einen Plan zu erstellen, dass ich gar nciht drum rum komme, mal über meinen Schatten zu springen und Dinge dann einfach durchzuziehen, auch wenn es "Abweichenungen" in den Abläufen gibt...
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Petra » Fr 30. Jul 2010, 08:34

dann empfindet das Negra z.B. wenn die anderen galoppieren als Spiel und will fröhlich mit laufen und hüpft wie ein Gummiball neben mir rum.


Tja, aber das ist Grundausbildung, das sie lernt das nicht zu tun. Da müsst Ihr, so bitter es klingt, durch!

Negra wird super nervös, wenn sie da dann "eingesperrt" alleine steht. Es reicht, wenn das Pferd einfach nur mitgeht und dann wartet, bis wir unser 15 Minuten Programm abgearbeitet haben


Auch alleine muss sie lernen, sie ist ja nicht allein, DU bist dabei. Mach ne kurze lustige und für sie schöne Einheit und wenn Du nur ein wenig spielst und ihr ein paar Leckerchen dafür gibst.

Jungpferdeausbildung macht so viel Freude, aber ist auch nicht einfach, man muss Situationen einfach kommen lassen, plane nicht vorher, es ist alles situationsabhängig. Und wenn, wie Du sagst, alle Rücksicht nehmen und auf Dich achten und es sichere Reiter sind, dann geh ruhig mit ihr an der Hand auf den Platz, es wird Dir so viel erleichtern, wenn Du später oben drauf bist! Nie versuchen brenzligen Situationen aus dem Weg zu gehen, sie nur realistisch einschätzen. Sonst kommt irgendwann der große Knall!
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon St. Lucia » Fr 30. Jul 2010, 09:45

Penny hat geschrieben:
St. Lucia hat geschrieben:Ich gehe z.B. auch viel mit den Jungpferden spazieren - allerdings ausschließlich in Begleitung eines anderen, erfahrenen Pferdes, welches natürlich auch geritten werden kann, mache viel Longenarbeit, Bodenarbeit usw. Junge Pferde reite ich eigentlich nie mehr als 3 - 4 mal die Woche!


Ja, das ist natürlich auch oft der Fall. Kleine Runden gehe ich mit Negra alleine, also in nem Radius um 500 m um den Stall rum. Alles was weiter weg geht mache ich mit ihrem "Kumpelpferd".

Wenn ich auf den Platz möchte oder in die Roundpen-Halle, dann brauche ich ein Begleitpferd. Negra wird super nervös, wenn sie da dann "eingesperrt" alleine steht. Es reicht, wenn das Pferd einfach nur mitgeht und dann wartet, bis wir unser 15 Minuten Programm abgearbeitet haben. Ich möchte nciht, dass sie den Platz oder die Halle als etwas negatives betrachtet.

Tja und wie´s so ist, kann ich nicht verlangen, dass immer irgendwer sich für mich bzw. für uns die Zeit nimmt und mitgeht.

Einfach so auf den Platz maschieren (z.B. zum Führtraining) möchte ich dann auch nicht. Wenn die anderen mit ihren Pferden arbeiten, dann empfindet das Negra z.B. wenn die anderen galoppieren (und es nimmt schon jeder Rücksicht auf uns - ehrlich) als Spiel und will fröhlich mit laufen und hüpft wie ein Gummiball neben mir rum. "Ui, der läuft - ich lauf dann mal mit!!!" Damit söre ich dann die Abläufe...

Wahrscheinlich sehe ich das alles viel zu eng und sollte mich selber mal etwas entspannen und Dinge einfach auf mich zukommen lassen und dann im Moment, wenn was ist reagieren, als das ich im Vorfeld schon immer alles "abschotte" und der Kleinen um sie vor allem "Negativen" zu schützen die Möglichkeiten nehme sich auf bestimmte Situationen einzustellen...

Deswegen eben die Überlegung mir einen Plan zu erstellen, dass ich gar nciht drum rum komme, mal über meinen Schatten zu springen und Dinge dann einfach durchzuziehen, auch wenn es "Abweichenungen" in den Abläufen gibt...



Hallo!

Ich glaube, ein Plan hilft Dir bei den o.g. Problemen wenig!

Für mich hört sich das an, als wenn es bei Euch ein Dominanz Problem gibt! Ich würde mir das gar nicht gefallen lassen, dass mein Pferd neben mir hüpft und bei den anderen mitrennen will!

Ich habe ja seit einigen Tagen eine Stute aus Spanien hier, die 6 jährig ist und ihr ganzes Leben auf dem Campo verbracht hat. Die kennt natürlich keine Autos, fremde Pferde, Reithalle usw. Zur Zeit gewöhne ich sie an alles, in der Reithalle ist sie bereits so entspannt, dass ich dort alleine reiten kann und sie sich auch (natürlich ohne Reiter) darin wälzt.

Dein Pferd nur vor abzuschotten und vor allem negativen zu schützen bringt rein gar nichts! Ich würde sie z.B. konsequent an galoppierende Pferde gewöhnen, denn was machst Du, wenn Du auf ihr sitzt und es galoppiert in Deiner Nähe ein fremdes Pferd? Ich würde mit Kappzaum und Longe dran mit ihr arbeiten, während ein fremdes Pferd galoppiert - natürlich nur mit Einverständnis des Reiters! Von alleine legt sich so etwas nämlich nicht!


Wie alt ist Negra denn?

Gruß

Christine
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Börgi » Fr 30. Jul 2010, 10:42

Also ich hatte bisher noch kein Jungpferd und kann also dementsprechend nicht so ganz mitreden. Aber muss ein 2jähriges Pferd tatsächlich einen richtigen Plan haben was wann gemacht werden muss?

Und Dominanzproblem *lach* Sorry, aber ein 2jähriges Baby darf durchaus mal hüpfen, oder? Das hat doch nicht direkt was mit Dominanzproblemen zu tun!
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Penny » Fr 30. Jul 2010, 11:49

Börgi hat geschrieben:
Und Dominanzproblem *lach* Sorry, aber ein 2jähriges Baby darf durchaus mal hüpfen, oder? Das hat doch nicht direkt was mit Dominanzproblemen zu tun!


Danke Börgi... :wink:

Sie zieht mich ja nicht hinterher, oder steigt oder ähnliche unartige, gefährliche Sachen... Aber sie geht nicht so ruhig und brav und kuckt dann laufen hinterher und rennt seitwärts, trippelt auf der Stelle um die anderen Pferde zu sehen...

Mit Dominaz hat das denke ich nicht viel zu tun... Eher mit Spieltrieb :lol:

Ich denke mir halt, wenn ich mit ihr irgendwo alleine hingehe, dann wird sie super nervös... Wie soll ich da dann noch etwas Vernünftiges mit ihr anfangen !?!
Bei nem erwachsenen Pferd würde ich die Longe dran machen und wie man so schön sagt, drüber arbeiten, oder eben drüber reiten...

Aber ich kann doch die Kleine "zur Ablenkung" dann nicht zusätzlich übern Platz oder durch den Roundpen hetzen... Und zur Ablenkung Leckerli - Belohnung für Rumspinnen und nervös auf und ab rennen??

Oder sehe ich das zu eng und sollte tatsächlich einfach mal knall hart Programm durchziehen (also Babygerecht - nicht das es jetzt gleich wieder einen Aufruhr gibt :wink: - wir reden wirklich nur von 5 - 10 minuten Einheiten - mit raus und reingehen höchstens 15 Minuten ) ...
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon dumbo » Fr 30. Jul 2010, 12:25

wie börgi schon schreibt, ein 2 jähriges pferd ist noch ein baby, also soll es auch so behandelt werden.
klar sollten sie wissen, das man beim putzen nicht rumhampelt und auch hufe geben und führen sollte selbstverständlich sein, aber mehr brauchen sie doch nicht können, wenn sie es nicht fordern.
wenn ich mir vorstelle ich wäre 2 jährig mit meinem zwerg spazieren gegangen, dann hätte ich ihn sicher schon verkauft oder hätte es aufgegeben, weil ich jeden tag mit ihm hätte diskutieren müssen. und nun ist er ne schlaftablette und wirklich absolut händelbar. ich halte von dem frühen "rumgefurtel" nichts.
klar gibt es ausnahmen und pferde, die es fordern auch schon mit einem jahr ein bischen unterhalten zu werden, aber bei 99% ist es nicht nötig und man macht sich ggf. mehr kaputt in den jungen jahren, genau weil man nicht so konsequent mit ihnen umgehen kann und will, als wenn man später damit anfängt.
aber das ist wie gesagt meine erfahrung! mag sein, dass es da unterschiedliche gibt!
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Penny » Fr 30. Jul 2010, 12:43

Ich hab so das Gefühl, dass der Zwerg schon bisserle lernen will...

Wie gesagt, Führtraining, sich mit allem "abwischen" lassen, spazieren, als Handpferd mitgehen (ohne Gebiss - ich bin dementsprechend versichert!), abspritzen, usw...

Die Reaktionen hören sich oft so an, als ob ich von meinem Jungpferd ihrem Alter unangemessene Sachen abverlange...

Ich bin für mich der Meinung, sie hat den ganzen Tag Spass auf der Koppel und ne halbe Stunde am Tag darf sie dann mir schenken...Davon wird sie nicht blöd werden im Kopf oder ich ihr ihre Jugend nehme :wink:

Sie kommt voller Freude auf mich zugerannt, wenn ich sie von der Koppel abhole, da kann sie mich und die "Arbeit" ja nicht so fürchten...

Der Schock sitzt tierfer, wenn dann mal der Hufschmid oder Tierarzt kommt und dann MUSS sie plötzlich diese ganzen komischen Sachen machen!!! Dann lieber immer wieder Gewöhnung!

Ich hab mir eben nochmal alles durchgelesen - wahrscheinlich kommt vieles auch daher, weil ich sie tatsächlich kaum alleine beschäftige.

Sie muss ja immer dem anderen Pferd hinterher. Auf die Koppel, als Handpferd...

Ich denke ich werde das schrittweise jetzt üben, immer a bisserl länger was mit ihr alleine zu machen, dass Negra auch 1. merkt, dass sie sich auf mich verlassen kann und 2. dass sie wieder zu den anderen zurück kommt...

Aber schön, dass ich mich austauschen konnte.

FAZIT: Arbeitsplan funktioniert in dem Alter gar nicht, weil Minihü und ich jeden Tag anders gelaunt sind... Man lernt ja nie aus - aber dafür sind Foren ja da :D
Manchmal muss das ganze wirre Zeug mal aus dem Kopf raus, dass wieder Platz für klare Gedanken ist! :oops:
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Petra » Fr 30. Jul 2010, 14:31

Also ich glaube auch nicht, dass Ihr beiden ein Dominanzproblem habt, das ist ein 2jähriges Pferdlein das darf hüpfen und springen, meine Güte, ein 2jähriges Kind kann auch noch nicht ne Stunde stillhalten.

Aber einen gewissen Grundgehorsam kann man auch schon von ner/nem 2jährigen verlangen. Wie Du schreibst, anbinden, putzen, führen usw.

Wenn Sie unbedingt beschäftigt werden will und Du es auch willst, dann musst Du natürlich auch bei der Arbeit konsequent sein, wenn es denn halt schon nötig ist, überhaupt was zu machen. Ich bin mit Luna auch schon früh spazieren gegangen und hab Quatsch mit ihr gemacht, alles aber nur langsam, ich hab Luna direkt hinterm Haus und nicht auf einer Aufzuchtwiese gehabt, da gestaltet sich das alles etwas anders!
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Penny » Fr 30. Jul 2010, 14:50

Negra steht auch gleich hier bei mir... Also 7 km weg! Deswegen sehe ich sie jeden Tag. Meistens sogar 2 x ... Kurz nach der Arbeit, weil´s auf dem Weg liegt, um zu kucken ob alles gut ist und dann Abends nach dem Essen nochmal raus in Stall.

Ich möchte einfach wissen was mit meinem Pferdchen passiert und ich hab mir abgewöhnt mich auf andere Leute zu verlassen - also bei uns im Stall ist das jetzt kein Problem, aber ich kenne das auch von früher aus anderen Ställen mit Amazon ganz anders.

So wie ich gesagt habe, es geht mir nicht darum, der Kleinen auf biegen und brechen irgendwelche Lektionen beizubringen, sondern einfach darum den "Spieltrieb" und die natürliche "Neugierde" eines jungen Pferdes jetzt noch für mich zu nützen und ihr so viel wie möglich beibringen und ihr zeigen und sie selber entdecken lassen.

Gestaltet es sich denn nicht schwieriger, wenn ich ein 3jähriges Pferd von heute auf morgen von der Koppel zerre, und dann soll das arme Pferd von jetzt auf gleich alles lernen, umsetzen und können... Mit 3 sind sie nochmal ne Runde kräftiger und dann mal anfangen das Führen oder stehen zu üben, von alllem anderem ganz zu schweigen... Da brauchts wahrscheinlich mal richtig Dominanz - da gebe ich allen die dieser Meinung sind absolut recht... Aber das möchte ich für uns so nicht...

Dann nehme ich mir lieber jetzt in Ruhe die Zeit und lass die "Ausbildung" ganz langsam eins ins andere greifen...

Ich hab manchmal nur einfach das Gefühl, ich übersehe bei dem jungen Pferd etwas, weil es mit meiner alten (erwachsenen) Stute eben so normal war...
Und eigentlich mache ich mir mit Sicherheit zu viele Gerdanken, weil früher oder später wird sie alles lernen, wenn die Zeit gekommen ist... :wink:

Versteht ihr was ich meine?
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon St. Lucia » Fr 30. Jul 2010, 17:21

Petra hat geschrieben:Also ich glaube auch nicht, dass Ihr beiden ein Dominanzproblem habt, das ist ein 2jähriges Pferdlein das darf hüpfen und springen, meine Güte, ein 2jähriges Kind kann auch noch nicht ne Stunde stillhalten.

Aber einen gewissen Grundgehorsam kann man auch schon von ner/nem 2jährigen verlangen. Wie Du schreibst, anbinden, putzen, führen usw.


Deshalb ja meine Frage, wie alt das Pferd jetzt ist :wink:

Trotzdem finde ich, dass eine Zweijährige sich schon ohne hüpfen führen lassen muss, denn da fängt der Grundgehorsam an. Und wenn die erst 3 oder 4 sind, kommt man weder mental noch körperlich durch...

OK, ich würde dann auf dem Platz nichts machen, zumindestens dann, wenn andere Reiter dort sind und es darauf hinausläuft, dass sich das Pferd dadurch grundlos aufregt (es gibt aber auch zweijährige, die finden es toll dabei zu sein, wenn andere Pferde geritten werden).

Aber irgendwie verstehe ich dann Deine Frage nach dem Arbeitsplan so gar nicht! Für mich las sich das so, als wenn Du gerade beginnst, das Pferd anzureiten s453

Viele Grüße

Christine
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Penny » Fr 30. Jul 2010, 19:30

St. Lucia hat geschrieben:

Aber irgendwie verstehe ich dann Deine Frage nach dem Arbeitsplan so gar nicht! Für mich las sich das so, als wenn Du gerade beginnst, das Pferd anzureiten s453

Viele Grüße

Christine


Steht ja im Titel auch mit Gänsefüßchen :D

Ich finde schon, dass das ABC der Grundlagen für die jungen Pferde arbeiten bedeutet...Zeigen, lernen, mitdenken, abfragen...

Wie soll ich es denn sonst betiteln... :?: :?: :?:

Bespassung, Erziehung, Grundregeln, Jung-Pferde-ABC..:!?!? :oops:

Arbeitsplan deswegen, da ja auch ein Schritt dem anderen Folgt.

Sorry, bin eher der Kaufmann als der Handweker s58

Grüßle
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon nellie » Fr 30. Jul 2010, 21:09

Hallo Penny -
Habe diese Zeit mit meiner kleinen Stute ja gerade hinter mir und kann vieles von dem, was du schreibst, so gut nachvollziehen.
Die Frage, was kann ich verlangen, was muß sie lernen, und wo muß ich Geduld haben und darf nichts erzwingen, sonst entsteht nur unkonstruktive Aufregung und Nervosität?
Eine Frau, die mir mit Pferden sehr viel beigebracht hat, hat zu mir gesagt, daß es in der Ausbildung junger Pferde vor allem darum geht, sie zwar zu fordern, aber sie nie in die Situation zu bringen daß sie zu viel Angst bekommen und die Situation unkontrollierbar wird. Habe gerade bei Sve (siehe ihren thread PRE´s von Sve) gelesen, wie sie den einen Moment gespürt hat, in dem sie sich auf ihr junges Pferd setzen konnte - es war einfach so weit - eine Sache des Gefühls.
Das ist das allerwichtigste.
An dem einen Tag wird es vielleicht gehen, mit Negra dich allein von den anderen zu entfernen oder auf einen Platz zu gehen, wo andere reiten, am nächsten Tag geht es nicht. Gerade wenn man eher ein Laie und nicht ein professioneller Ausbilder ist, geht es denke ich darum, das Pferd nicht zu provozieren, sondern sie an den guten Momenten wachsen zu lassen, nicht zu viel Aufregung aufkommen zu lassen - das baut Vertrauen auf und führt dazu, das Pferd und Ausbilder nicht überfordert sind. Herausforderung ja - aber Überforderung und Aufregung ist aus meiner Sicht unkonstruktiv. Gerade bei den Stuten erreicht man da glaube ich wenig.
Könnte noch mehr schreiben darüber, da es auch mein ständiges Thema ist - vielleicht später mal -
Ihr schafft das bestimmt,
Lg Nellie
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Gaby » Sa 31. Jul 2010, 08:39

Hallo Penny,

ich habe meinen QH selber gezogen, er ist im Offenstall zu Welt gekommen.

Nach dem Absetzen mit 8 Monaten kam er zusammen mit seinem Kumpel in eine altersgemischte
Hengstherde, für einen kleinen Hengst super wichtig. Er wurde dort gut von den älteren Pferden
erzogen.

Wir sind aber alle paar Wochen hingefahren und sind mit den beiden spazieren gegangen.

Mit knapp 2 Jahren kam er zurück und von da an gings auch gleich los mit der "Arbeit".

Eigentlich habe ich alles Mögliche mit ihm gemacht:

Anbinden, Hufe geben das komplette Fohlen ABC hatten wir ja schon.

Das wurde dann vertieft.

Nun stand auf dem Plan: Alleine spazieren gehen, ganz leichte Arbeit im Roundpen etc.

Sehr bald merkte ich, dass er ziemlich hengstig wurde, nachdem er 2 x vor mir gestiegen
ist, kamen die Eier ab.

Danach war alles easy. 2 1/2 jährig ging er regelmäßig als Handpferd mit.

Spielerisch wurde er an die Reitausrüstung gewöhnt. Mit 3 Jahren war er schon sehr
weit entwickelt und dann war das Anreiten total unspektakulär, daß er nicht fast
eingeschlafen war, beim anreiten war wirklich alles.

Richtig los ging es erst ca. 5 jährig, da sind die alle lepsch und blöde, aber auch diese
Zeit geht vorbei.
Liebe Grüße
von
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon St. Lucia » Sa 31. Jul 2010, 14:20

Hallo Gaby!

Ist zwar OT, aber:

Stimmt es, dass QH frühreif sind und schon mit 2 eingeritten werden können/dürfen??

Die QH bei uns im Stall wurden, ebenso wie Du es ja auch schilderst, erst mit 5 richtig gearbeitet. Aber mir hat leztens jemand erzählt, in den USA würden die schon mit 2 angeritten :roll:

Gruß

Christine
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Gaby » Sa 31. Jul 2010, 18:23

Hallo Christine,

ja, in den USA machen die das oft, weil die an den Futurities für 3 Jährige teilnehmen.

Dort werden dann oft schon Spins gezeigt, dafür brauchen die eigentlich fast ein Jahr, um den zu lernen.

Hier in Deutschland gibt es jetzt neue Regeln (glaube ich), bin da nicht mehr so in der Materie drin.

Auf jeden Fall sah mein Pferd mit 3 (obwohl die Mutter eine Vollblutstute war) aus wie ein Spanier
mit 5. Auch vom Kopf her wollte er schon früh beschäftigt werden.
Liebe Grüße
von
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon AraberAmeer » So 1. Aug 2010, 15:32

Paris ist nun fast 2,5 Jahr alt. Sie kennt Putzen, anbinden, führen, erste Spaziergänge allein und in Begleitung und auch Hänger fahren. Ich lass sie im Winter öfter mal mit Lotta durch den Roundpen toben, hab dabei ganz spielerisch erste Kommandos wie herkommen etc mit ihr er"arbeitet" und sie dann wieder eine Weile in Ruhe gelassen.
Nun mit 2,5 Jahren will sie etwas tun. Auch wenn es eigentlich in meinen Augen noch zu früh ist. Also suchen wir einen Mittelweg. Ich beschäftige sie für den Kopf ohne sie körperlich zu belasten.
In den nächsten Wochen und Monaten werde ich anfangen sie an eine Decke, nen Longiergurt, ein Gebiss etc zu gewöhnen. Sie soll nicht arbeiten, es einfach nur kennenlernen, spazierentragen usw. Damit sie was neues hat und sieht - eben weil sie das braucht für ihren Kopf. Ich hab auch schon überlegt sie wenn ich mit Lotta beim Spazierengehen Fahren vom Boden aus mache einfach nebendran mitlaufen zu lassen (also nicht frei, quasi gekoppelt wie im Zweispänner beim Fahren). Im Schritt mal eine kleine Runde. Ist ja quasi wie Spazierengehen nur dass ich halt hinterher laufe. Da ich sie später (vermutlich nächstes Jahr dann dreijährig) zweispännig mit Lotta fahren möchte, ist das zugleich ne nette Vorbereitung. Ansonsten fangen wir nun spielerisch mit ein bisschen Bodenarbeit an. Auch Gelassenheitstraining etc, was ich gerade für ein zukünftiges Fahrpony enorm wichtig finde.

Einen wirklichen Plan hab ich nicht. Wie hier bereits angesprochen wurde steck ich mir einfach kleine Ziele und schaue wie es sich ergibt. Ich bin gern flexibel, denn auch meine Ponys haben mal schlechte und gute Tage und wenn ich zu sehr nach Plan verfahre, kann ich darauf keine Rücksicht nehmen und das schadet meiner Erfahrung nach mehr als das es nützt.
Seelenpferde hat jemand einmal Pferde wie euch genannt -
Pferde, die es nur einmal geben wird im Leben,
die man begleiten darf und die einen auf andere Wege führen -
die wie ein Schatten sind und wie die Luft zum Atmen.
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Penny » Mo 2. Aug 2010, 16:05

Also beim "einfahren" kann ich dann wieder mitreden :D

Ich würde sie tatsächlich mit einem routinierten Fahrpferd zusammenhängen... Aber erst dann, wenn sie das Gebiss akzeptiert und die "Zugstränge" an den Hinterbeinen kennt. Klare KOmmandos wie KOMM und STEH sollten ihr ein Begriff sein, sonst ist das zu gefährlich...

Mehr oder minder würde ich das erfahrene Pferd dann so in die Leinen schhnallen, dass deine Kleine keinen oder kaum Zug auf den Leinen bzw. Anlehnung am Gebiss hat und dann einfach nur mitlaufen lassen. Die Kleinen lernen schnell, was die alten Hasen da so machen... Auch vom Boden ist, ist das eine tolle Übung...

Mit etwas über drei Jahren das Fahren anfangen finde ich vernüfntig, im Zweispänner, erfahrenes ruhiges Pferd daneben und so einschnallen, dass sie kaum im Zug stehen. Die beste Alternative in meinen AUgen Muskeln zu trainieren und auch die Pferde an die Umwelt zu gewöhnen.

Ich war jahrelang in einem Fahrstall - also nicht Traber - sondern wirklich Fahren. Auch mit Turniern usw. und kann gar nicht zählen, wie viele Pferde wir da geholfen haben einzufahren.

Was auch interessant war, für die jenigen die sich jetzt wundern ob das nicht zu sehr auf die Knochen geht... Nein tut es nicht, da die Pfede mit der Brust ziehen und der Rücken frei ist... Wenn man nicht laufend über Teerstraßen scheppert - das geht auf die Sehnen - dann ist das nichts schlimmes und ich habe schon erlebt, dass selbst unreitbare Pferde mit Kissing Spines ohne Probleme und Schmerzen vor der Kutsche gelaufen sind...

Trotzallem was wir da gelernt haben, bin ich irgendwann dort weg... Wirkliche Fahrpferde sind Kummer gewöhnt... LEIDER... Die stehen und laufen bei den alten Hasen, oder auch Kutschern genannt - nicht um sonst wie Glöckchen. Ich konnte das irgendwann nicht mehr Also ich rede vom Umgang nicht vom Fahren selber...

Ich war übrigens mit Negra heute 2 km spaziern, ganz alleine und Stütchen ist ganz brav hinterhergetrabbelt... So Süß... Es war schön und ich habe wieder gelernt, nicht nachdenken, einfach machen...

Grüßle
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Penny
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon AraberAmeer » Mo 2. Aug 2010, 18:48

@Penny
Ich kenn die Abläufe, fahre seit Jahren Ponies ein, auch für andere. Habs von der Pieke auf gelernt bei vielen Fahrtrainern, die zwar hier und da auch Turniere gefahren sind, aber keinen Leistungssport. Den Kummer der Fahrpferde kenn ich zwar, kann aber zum Glück sagen stets bei Fahrern gelandet zu sein, für die Horsemanship mehr war als nur ein Wort. Es geht eben auch anders.
Meine Lotta hab ich auch von klein an und selber eingefahren und am Wagen ausgebildet. Sie ist ein absolutes Verlasspferd geworden, dass mit Freude im Geschirr seine Arbeit tut. Immer 100% aber ohne Kadaver-Gehorsam. Ich mag es nicht wenn Tieren das mitdenken aberzogen wird.
Ich bin mir sicher, dass die kleine Paris ihr ebenbürtig wird und ich später mal ein tolles verlässliches Gespann haben werde mit den beiden. Aber bis dahin vergeht noch etwas Zeit. Gut Ding will Weile haben und die solide Vorbereitung mit Schleppenarbeit etc ist ein absolutes Muss. Da kann das Pony noch so brav sein, Abkürzungen im Ausbildungsweg gibt es bei uns nicht.

LG Nina
Seelenpferde hat jemand einmal Pferde wie euch genannt -
Pferde, die es nur einmal geben wird im Leben,
die man begleiten darf und die einen auf andere Wege führen -
die wie ein Schatten sind und wie die Luft zum Atmen.
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Penny » Di 3. Aug 2010, 09:25

AraberAmeer hat geschrieben:@Penny
Ich kenn die Abläufe, fahre seit Jahren Ponies ein, auch für andere. Habs von der Pieke auf gelernt bei vielen Fahrtrainern, die zwar hier und da auch Turniere gefahren sind, aber keinen Leistungssport. Den Kummer der Fahrpferde kenn ich zwar, kann aber zum Glück sagen stets bei Fahrern gelandet zu sein, für die Horsemanship mehr war als nur ein Wort. Es geht eben auch anders.
Meine Lotta hab ich auch von klein an und selber eingefahren und am Wagen ausgebildet. Sie ist ein absolutes Verlasspferd geworden, dass mit Freude im Geschirr seine Arbeit tut. Immer 100% aber ohne Kadaver-Gehorsam. Ich mag es nicht wenn Tieren das mitdenken aberzogen wird.
Ich bin mir sicher, dass die kleine Paris ihr ebenbürtig wird und ich später mal ein tolles verlässliches Gespann haben werde mit den beiden. Aber bis dahin vergeht noch etwas Zeit. Gut Ding will Weile haben und die solide Vorbereitung mit Schleppenarbeit etc ist ein absolutes Muss. Da kann das Pony noch so brav sein, Abkürzungen im Ausbildungsweg gibt es bei uns nicht.

LG Nina


Genau so soll es ja auch sein... :!: :!: :!:

Ich habe damals zu spät gemerkt, dass es nicht der richtige Weg sein kann... Aber es ist doch meistens so, dass da wo Geld zu holen ist, auf die Pferde nicht mehr viel Rücksicht genommen wird... AUSNAHMEN GIBT ES NATÜRLICH ÜBERALL!!!

Mir hat die Fahrerei sehr viel gebracht. Es war eine schöne Zeit in der ich auch für mich Erfolge verbuchen konnte...versch. Fahrabzeichen usw... Aber das ist vorbei... Heute würde ich es mir nicht anmaßen zu behaupten ich könnte ein Pferd selber einfahren, weil ich einfach weiß, dass es mehr ist, als nur mal kurz ein Geschirr drauf und Leinen dran... Dafür gibt es Fahrtrainer, genauso wie es Reitlehrer gibt... Außerdem habe ich seit dieser Zeit einen riesen Respekt vor Warmblütern... Da habe ich gemerkt, dass das nicht umbedingt meine Art von Pferd ist, mit der ich Umgang haben möchte... (Hoffe es fühlt sich jetzt keiner angegriffen, dass ich meine eigene Empfindung die sich auf Gund von Erfahrungen mit diesen Pferden gebildet hat...)

Wenn die Pferde vor der Kutsche nicht richtig und fachmännisch ausgebildet sind, dann hat man ganz schnell tickende Zeitbomben... Ich habe in dieser Zeit nicht nur von einem schweren Kutschunfall gehört, wo wir dann die Pferde zur Korrektur da hatten...

Kein Spass was da teilweise passiert ist und es war nie die Schuld der Pferde, es war eigentlich immer menschliches Versagen oder einfach Dummheit und Unwissenheit...

So wie ich geschrieben hatte, habe ich auch damals mit Amazon alles verkauft - Marathonwagen Geschirr usw..., als ich gemerkt habe, dass sie einfach nicht verläßlich genug vor dem Wagen läuft. Mir war das Risiko zu hoch, dass doch mal was passiert...

Ob ich mit Negra wieder anfange kann ich nicht sagen, dafür muss man die Zeit vergehen lassen um zu kucken in wie weit sich die Kleine überhaupt eignen würde... Aber fahren vom Boden aus, bzw. Doppellonge, darauf freue ich mich schon...
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Re: "Arbeitsplan" für Jungpferde??

Beitragvon Penny » Fr 6. Aug 2010, 10:09

Wir haben den ersten "riesen Ausflug" von 1 1/2 Stunden hinter uns... *STOLZ*

Wir waren gestern spazieren. Mit drei weiteren Pferden. 2 sind geritten und einer mit Negra wurde geführt... Quasi das Fußvolk. Der Rentner und das Baby...

Wir haben so viel auf eimal gesehen... Kühe, Mähdrescher, große wehende Siloplanen, ein Stallzelt, einen Vogel der im Maisfeld geraschelt hat und Schafe...

Schafe sind aber nicht unsere Freunde, die sind nämlich, als wir grade um die Ecke kamen aufgesprungen und laut schreiend über die Koppel abgehauen.
Da lob ich mir den Andalusier... Negra hat nur nen Satz zu Seite gemacht, dass sie besser kucken konnte und hat die Schafe dann ängstlich-erbost angeschnaubt. Die anderen Pferde sind mehr erschrocken... 2 x Araber und ein Reitpony... Wir müssen denke ich da jetzt öfters vorbei, dass sie sieht, das Schafe nix tun...

Der Vogel im Maisfeld war auch spektakulär... Plötzlich hat die Kleine einen Stempel reingehauen und wollte nicht mehr weiter laufen, alle anderen Pferde haben gar nix großartig gemerkt. Ich hab nichts gesehen, erst als der Vogel - irgend sowas krähenartiges - dann aufgefolgen ist, habe ich gesehen um was es überhaupt geht....

Ansonsten war Negra total entspannt und zum Schluss dann ziemlich müde... So viele Eindrücke müssen erstmal mit Ruhe auf der Koppel verarbeitet werden...

Wieder ein Schritt weiter!!!

Liebe Grüße
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